Hendrik Witbooi

Germany Is Returning Artifacts Stolen From a Namibian Freedom Fighter During Its Colonial Rule

Title: Germany Is Returning Artifacts Stolen From a Namibian Freedom Fighter During Its Colonial Rule
Author: Henri Neuendorf
Media Outlet: Artnews.net
Publish Date: February 15, 2019

“The German city of Stuttgart will return artifacts looted from the country’s colony in what is now Namibia on March 1 during a ceremony with Namibian president Hage Geingobin.

German state minister for science Theresia Bauer will travel to Namibia to hand over a whip and bible from the collection of Stuttgart’s Linden Museum that once belonged to Namibian national hero Hendrik Witbooi, a leader in the fight for independence against the German colonizers during the Nama-Herero uprising.

“The restitution of these objects is for us the beginning of a reappraisal of German-Namibian colonial history,” Bauer said in a statement published on the Linden Museum website.

The ceremony is taking place in Witbooi’s hometown of Gibeon, where a museum is being built and will eventually house the items. In the meantime they will be safeguarded by the state. 

Wir sollten keine Bedingungen stellen

Title: Wir sollten keine Bedingungen stellen
Author: Hans-Joachim Müller
Media Outlet: Die Welt
Publish Date: January 30, 2019

“Inés de Castro wurde bekannt durch ihre Absage ans Berliner Humboldt-Forum. Sie wollte lieber Direktorin in Stuttgart bleiben. Dort erfindet sie gerade das ethnologische Museum neu. Ein Gespräch über die Grenzen der Forschung und die Angst vor leeren Museen."

(…) „Die Wiedereröffnung der Afrika-Abteilung fällt zusammen mit einer bedeutsamen Restitution. Es geht um die Rückgabe der Bibel und die Peitsche von Hendrik Witbooi, die 1902 als Schenkung an unser Museum kam. Witbooi war während der Kolonialzeit ein wichtiger Anführer der Nama-Gruppen – und wird heute als Nationalheld Namibias gefeiert. Bei einem blutigen Angriff deutscher Kolonialtruppen wurde die Bibel mit handschriftlichen Anmerkungen der Witbooi-Familie erbeutet. Die Rückgabe, die das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart beschlossen haben, wird schon Ende Februar in einem offiziellen politischen Akt erfolgen.“

(…)

„Wir richten unsere Afrika-Abteilung tatsächlich ganz neu ein – kooperativ, zusammen mit einem Beirat von Stuttgartern mit afrikanischen Wurzeln, der schon seit zwei Jahren mit uns daran arbeitet, und zusammen mit zahlreichen Vertretern aus verschiedenen afrikanischen Ländern. Die Ausstellung wird heißen „Wo ist Afrika?“. Wir setzen ausdrücklich ein Fragezeichen, wollen nicht mehr „Afrika“ darstellen. Es wird eine innovative Ausstellung, die viele unterschiedliche Geschichten erzählt und sich auch mit der Rolle des Museums auseinandersetzt.“